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Referenzen

Existenzgründer, die sich in der Reitsportbranche selbständig machen wollen, stehen vor zahlreichen Herausforderungen. Wer ein paar wichtige Tipps von uns beachtet, hat gute Chancen, erfolgreich zu sein. Als Referenz das folgende Interview mit Max Weisser, erfolgreicher Westerntrainer:

Barbara Engel im Gespräch mit Max Weisser, Westerntrainer

Was hat Dich dazu gebracht die Pferde zu deinem Beruf zu machen?
Ich wollte von Kindheit an mit Pferden zu tun haben. Zuerst hatte ich ein Pflegepferd.

Wie hast du angefangen zu reiten?
Zwei Jahre lang habe ich zunächst mit Voltigieren angefangen. Ich konnte auf dem Pferd stehen und sogar einen Salto vom Pferd runter. Dann später das erste Pflegepferd, das nicht so einfach war und ich mich erst mal schlau machen musste um die Probleme in den Griff zu bekommen. Ich  habe nicht nur geritten sondern dem Pferd auch neue Sachen beigebracht. Während der Schule habe ich dann Arno kennengelernt der das Reiten schon zum Beruf gemacht hatte. Das war der entscheidende Auslöser für mich. Ich wollte von da an die Pferde zu meinem Beruf machen.

Waren Deine Eltern damit sofort einverstanden?
Nein.

Eigentlich wollte ich mit 16 Jahren nach der mittleren Reife bereits in die USA gehen. Ein Freund war bereits in Amerika und hätte mir dort einen Job besorgt. Meine Eltern haben zur Bedingung gemacht dass ich keine vier auf dem Zeugnis habe. Unter dieser Voraussetzung hätte ich gehen dürfen. Da ich in Deutsch dann einen Vierer hatte durfte ich nicht in die USA gehen und musste erst noch mein Abi machen. Das war dann ok mit einem Einser Durchschnitt dafür das ich nebenher gearbeitet sprich geritten habe. Erst danach durfte ich dann in das Trainerleben beim Rudi Kronsteiner reinschnuppern. Aus einem geplanten Jahr sind dann fast vier Jahre geworden in denen ich als Co Trainer bei ihm gearbeitet habe.

Die eigentliche Selbständigkeit ist dann aus der Situation heraus entstanden das es Probleme bei meinem damaligen Arbeitgeber gab der Insolvenz anmelden musste und somit eine weitere Zusammenarbeit ausgeschlossen war. Ausserdem war es schon eine Art Gefangenheit dadurch dass man als eigenständiger Trainer gezwungen war für eine einzelne Person zu arbeiten. Als Selbständiger ist das jetzt ganz anders, man hat viele verschiedene Kunden und ist nicht mehr von einer einzelnen Person abhängig. Man ist einfach viel freier in seiner Arbeit.

War es am Anfang schwierig von den Pferden zu leben?
Ganz am Anfang war es relativ einfach von den Pferden zu leben. Erst nach anderthalb bis zwei Jahren kam der Knackpunkt. Da wurde es dann schwierig.  Ich habe nach meinem Start in die Selbständigkeit zunächst viele Kunden aus dem Angestelltenverhältnis übernehmen können.  Der Knackpunkt war das ich nicht darauf geachtet habe genügend neue Kunden zu gewinnen, weil natürlich immer wieder Pferde aus verschiedenen Gründen aus dem Training genommen werden. Wenn die Leute gehen und man war zu wenig auf Turnieren unterwegs oder hat zu wenig auf sich aufmerksam gemacht fehlt der Zufluss von neuen Kunden. Mittlerweile läuft die Kundenakquise ziemlich gut. Teilweise über Facebook, aber hauptsächlich aber über Mund zu Mund Propaganda. Zufriedene Kunden die gegangen sind schicken auch viele Leute wieder zu mir. Auch Züchter deren Pferde ich vor 3-4 Jahren ausgebildet habe und die jetzt wieder junge Pferde haben kommen wieder zu mir.

Du bist ja im Jahr 2011 auf die Anlage  nach Schwalmtal gezogen. Wie hat sich die Entscheidung hierzu entwickelt, wie hast du den richtigen Hof gefunden und  welche Probleme gab es evt. im Hinblick auf Finanzierung bzw. Wirtschaftlichkeit?
Ich habe nach einem ähnlichen Standard gesucht, der auf der Anlage war auf der ich angestellt war. Durch die Empfehlung eines Bekannten (Markus Zwering) bin ich dann auf diese Anlage gestoßen. Auf dieser Anlage war seit einem Jahr kein Trainer, so dass für mich ein direkter Einstieg möglich war.

Hast du noch weitere finanzielle Standbeine neben den Berittpferden/ Turnieren/ Seminaren?
Turniervorstellung ist kein finanzielles Standbein da hierbei nur die Kosten von den Kunden übernommen werden. Erst durch Preisgelder  komme ich in die Gewinnzone da von diesen zunächst die Kosten gedeckt werden und nur der Rest zwischen dem Besitzer und mir aufgeteilt wird. Die Turniervorstellungen sind also eher als Werbung anzusehen um meinen Bekanntheitsgrad zu steigern.

Seminare gebe ich natürlich auch weiterhin. Diese beschränken sich jedoch hauptsächlich auf den Winter da in dieser Zeit keine Turniere stattfinden.

Ein weiteres Standbein ist die Herstellung von Gebissen und Sporen. Dies ist aus der Situation heraus entstanden das ich mit einem Freund zusammen zunächst für den Eigenbedarf Gebisse und Sporen hergestellt habe. Als dann andere Interesse an diesen Dingen hatten haben wir das Ganze auf professionelle Füße gestellt und mittlerweile haben wir schon Firmen die unsere Produkte vermarkten.

Würdest du aus heutiger Sicht manche Dinge anders machen?
Ich würde definitiv eine Sache anders machen um diesen Knackpunkt zu vermeiden an dem meine Kundenzahl massiv zurückgegangen ist. Man muss von Anfang an viel offensiver an die Kundengewinnung gehen. Man muss von vorneherein größer denken. Mein größter Fehler im Anfang war das ich gesagt habe: Ich will klein sein, alleine reiten, alles selber machen und alles in einer Hand behalten. Daher hat es länger gedauert bis die Firma richtig zu laufen begann. Es fängt jetzt erst an richtig zu laufen und das sind immerhin sechs Jahre. Man hätte von Anfang an einen Co-Trainer dazu nehmen sollen um die Anfangseuphorie der Kunden bedienen zu können. Dann hätte ich nicht bei zehn Pferden sagen müssen hier ist Ende sondern hätte mehr annehmen können indem ich mir Hilfe geholt hätte. Damit wäre der Aufbau der Firma deutlich schneller und lukrativer gegangen.

Was sind die wichtigsten Punkte die bei der Führung eines solchen Betriebes zu beachten sind?
Auf jeden Fall viel arbeiten! Was in der heutigen Zeit extrem wichtig ist ist die  Pferdehaltung. Man muss als Trainer den richtigen Partner haben. Entweder wie bei mir das die einzelnen Stellplätze für die Pferde vom Kunden angemietet werden oder wenn man selbst eine Anlage pachtet muss es nach artgerecht sein.

Ein weiterer Punkt ist das man mit den Kunden ehrlich sein muss und sich nicht versklaven lässt damit es absolut pferdegerecht bleibt und kein Pferd überfordert wird. Im Zweifel muss man auch mal Kunden wegschicken wenn es nicht passt. Auch wenn das am Anfang extrem schwer ist. In diesem Fall kommen meistens drei neue Kunden für einen den man aus diese Gründen weggeschickt hat.

Welche Empfehlung würdest du abschließend meinen Mandanten geben die sich mit einem Pferdebetrieb selbständig machen wollen?
Man soll sich das gut überlegen und durchplanen. Mindestens für ein bzw. drei Jahre einen konkreten Plan aufstellen und sich jemanden dazu holen der einen mit Fachkenntnis berät.

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