Zum 1. Januar 2021 wird mit einer Verdoppelung der Pauschbeträge ein großer Schritt bei den steuerlichen Erleichterungen für Menschen mit Behinderungen gemacht: Abhängig vom jeweiligen Grad der Behinderung wird der Pauschbetrag im Steuerjahr 2021 zwischen 384 und 2840 Euro liegen (bisher: zwischen 310 und 1420). Zudem wird der erhöhte Behinderten-Pauschbetrag auf 7400 Euro (bisher: 3700 Euro) angehoben. Diesen erhalten blinde Menschen sowie Menschen, die als hilflos gelten (mit einem Merkzeichen “H” im Schwerbehindertenausweis oder mit einer festgestellten Einstufung in Pflegegrad 4 oder 5).
Steuerpflichtige mit Behinderungen haben die Möglichkeit, einen Behindertenpauschbetrag zu beantragen, anstatt die Aufwendungen für den täglichen behinderungsbedingten Lebensbedarf einzeln für die Steuererklärung nachzuweisen. Beispielsweise müssen die Ausgaben für spezielle Lese- oder Gehhilfen nicht einzeln eingereicht werden. Damit entlasten die Pauschbeträge sowohl beeinträchtigte Menschen als auch die Beschäftigten in der Steuerverwaltung. Neben der Verdoppelung der Pauschbeträge wurde auch die Systematik des Grads der Behinderung neu strukturiert; eine Behinderung liegt nun bereits ab einem Grad der Behinderung von 20 anstatt bisher 25 vor. Künftig wird der Grad der Behinderung auch in 10er-Schritten (bisher 5er-Schritte) gestaffelt.