Bonuszahlungen bis 1.500 € in 2020 steuer- und sozialversicherungsfrei!
Arbeitnehmer können vom Arbeitgeber eine steuer- und sozialversicherungsfreie Bonuszahlung i.H.v. 1.500,00 € erhalten. Es handelt sich hierbei um eine Jahresgrenze, diese kann also auch monatlich verteilt werden.
Zuverdienst für Rentner
Für Rentner, die im medizinischen oder landwirtschaftlichen Bereich tätig sind und die vor der regulären Altersgrenze in Rente gegangen sind, erhöht sich die Hinzuverdienstgrenze zur Altersrente von 6.300,00 € auf 44.590,00 € im Jahr. Die zusätzlich verdienten Einkünfte wirken sich nicht auf die Altersrente aus. Diese wird also nicht gekürzt.
Ausgaben für Homeoffice
Viele Arbeitgeber haben ihre Arbeitnehmer, wenn möglich, ins Homeoffice geschickt.
Der Arbeitgeber kann Betriebsmittel steuerfrei zur Verfügung stellen. Der Arbeitnehmer kann sich aber auch auf eigene Kosten ein Homeoffice einrichten.
Kosten für das Homeoffice können als Werbungskosten in der Einkommensteuererklärung steuerbegünstigend geltend gemacht werden.
Wer z.B. einen Laptop kauft, kann diesen als Werbungskosten geltend machen. Das Finanzamt akzeptiert 50% des Kaufpreises für die betriebliche Nutzung. Übersteigt der Kaufpreis 952,00 € brutto nicht, können die Anschaffungskosten im Jahr der Anschaffung zu 100% geltend gemacht werden. Übersteigt der Kaufpreis die 952,00 € brutto, muss der Laptop über die gewöhnliche Nutzungsdauer von 3 Jahren gleichmäßig abgeschrieben werden. Kostet der Laptop beispielsweise 1.200,00 € brutto, können jeweils im Jahr der Anschaffung und in den darauffolgenden zwei Jahren Werbungskosten für den Laptop i.H.v. 400,00 € geltend gemacht werden.
Die gleiche Vorgehensweise gilt auch bei anderen Anschaffungen, wie z.B. einem Schreibtisch oder einem Bürostuhl.
Für die Telekommunikations- und Internetkosten gilt ähnliches: Entweder setzt der Arbeitnehmer diese selbst zu 20% als Werbungskosten von der Steuer ab oder der Arbeitgeber übernimmt diese. Pro Monat kann der Arbeitgeber 20% der jeweiligen Rechnung, aber maximal 20 € pauschal steuerfrei erstatten.
Wer ein separates Arbeitszimmer zur Verfügung hat, kann auch dieses steuerlich absetzen. Wenn der Arbeitgeber die Büros schließt und dem Arbeitnehmer somit kein Arbeitsplatz mehr zur Verfügung steht, können die Kosten eines häuslichen Arbeitszimmers steuerlich geltend gemacht werden, bei denen dies sonst nicht möglich ist. Der anrechenbare Höchstbetrag eines häuslichen Arbeitszimmers beträgt pro Jahr 1.250,00 €, auch bei nicht ganzjähriger Nutzung.
Weitere Steuervorteile
Kurzarbeitergeld
Viele Arbeitgeber haben nicht genug Arbeit für ihre Mitarbeiter oder müssen Ihre Betriebe schließen. Daher können Arbeitgeber Kurzarbeitergeld für ihre Mitarbeiter beantragen. Dieses liegt bei 60 % des letzten Nettolohns – Arbeitnehmer mit Kindern erhalten 67%. Ab dem vierten Monat des Bezuges wird das Kurzarbeitergeld auf 70 % bzw. 77 % erhöht. Ab dem siebten Monat erhöhen sich diese auf 80% bzw. 87 %. Dabei handelt es sich um eine steuerfreie Lohnersatzleistung, die allerdings wiederum in der Einkommensteuererklärung 2020 dem Progressionsvorbehalt unterliegt und somit fiktiv dem zu versteuernden Einkommen zugerechnet wird. In Einzelfällen bedeutet das, dass die Arbeitnehmer Steuern nachzahlen müssen.
Spätere Abgabefrist für Steuererklärungen
Steuererklärungen für 2018, die von einem Steuerberater oder einem Lohnsteuerhilfeverein angefertigt werden, endete die Abgabefrist am 29.02.2020. Eine Fristverlängerung darüber hinaus ist eigentlich nicht möglich. Aufgrund der Corona-Krise wird die Abgabefrist der Steuererklärungen auf Antrag bis zum 31.05.2020 verlängert. Bisher festgesetzte Verspätungszuschläge werden wieder erlassen.
Steuerstundungen
Aufgrund von Zahlungsschwierigkeiten, die auf der Corona-Krise beruhen, können Steuerzahlungen gestundet werden.
Stundungen von Sozialversicherungsbeiträgen
Auch Sozialversicherungsbeiträge können aufgrund von Zahlungsschwierigkeiten in der Corona-Zeit gestundet werden.
Anpassung von Steuervorauszahlungen
Steuervorauszahlungen können auf Antrag herabgesetzt werden.
Verzicht auf Vollstreckungsmaßnahmen
Das Finanzamt verzichtet bis einschließlich dem 31.12.2020 auf Vollstreckungsmaßnahmen.