Wer als Solo-Selbständiger bereits im März die Corona-Soforthilfe des Landes beantragt hatte, der konnte davon ausgehen, einen Teil des Geldes auch für den Lebensunterhalt verwenden zu können. Denn die Einschränkung, dass das Geld nur für betriebliche Sach- und Finanzaufwendungen genutzt werden darf, wurde erst nach Abschluss der Verhandlungen zwischen Bund und Land NRW zum 1. April auf den Webseiten des Landes veröffentlicht.
Seitdem hat das Land vergeblich versucht, diesen Passus vom Bund streichen zu lassen. Laut Bundesregierung sollten Betroffene, die auch Hilfen für den Lebensunterhalt benötigen, Grundsicherung beantragen, also Arbeitslosengeld. Doch das geht nicht rückwirkend, kommt also für die Antragsteller zu spät, die ihren Antrag unter anderen Voraussetzungen gestellt hatten.
Deshalb hat das Land NRW nun entschieden, dass die Solo-Selbstständige, die ihren Antrag im März oder April gestellt haben, einmalig jeweils 1.000 Euro für März und April, also insgesamt 2.000 Euro der Corona-Soforthilfen nutzen können, um ihren Lebensunterhalt zu finanzieren. Das gelte aber nicht für diejenigen, die bereits Grundsicherung beantragt hätten.